Regeln

Regeln allgemein
Beim Kegeln/Bowling wird grundsätzlich zunächst auf die vollständige Anzahl der Kegel (in die Vollen) gespielt. Teilweise müssen dann mit einem oder mehreren Würfen die stehengebliebenen Kegel / Pins zu Fall gebracht (abgeräumt) werden. Das stellt sich bei den einzelnen Bahnarten folgendermaßen dar:
Asphaltbahn: Im Meisterschaftsspielbereich sind in der Herren- und Juniorenklasse von jedem Teilnehmer 200 Kugeln auf 4 Bahnen, in allen anderen Klassen 100 Kugeln auf zwei Bahnen zu spielen.
Auf der ersten Bahn werden 25 Wurf in die Vollen gespielt, d.h. nach jedem Wurf wird unabhängig von den gefallenen Kegeln das volle Kegelbild wieder aufgestellt und erneut bespielt. Mit dem zweiten Wurf auf derselben Bahn wird das Kegelbild jeweils abgeräumt, d.h. nach jedem Wurf in das volle Kegelbild muss mit dem nächsten Wurf bzw. den folgenden Würfen der oder die stehengebliebenen Kegel zu Fall gebracht werden, bis alle Kegel des gesamten Kegelbildes abgeräumt sind.
Dann erst wird das volle Kegelbild wieder aufgestellt und wieder bis zum restlosen Abräumen der Kegel bespielt. Die Würfe 51 bis 100 werden auf Bahn 2, 101 – 150 auf Bahn 3 und 151 – 200 auf Bahn 4 auf gleiche Weise im 25er Rhythmus (25 Kugeln auf die Vollen/25 Kugeln Abräumen) absolviert.
Bohlebahn: Auch hier werden im Meisterschaftsspielbereich in der Herren- und Juniorenklasse von jedem Teilnehmer 200 Kugeln auf 4 oder mehr Bahnen, in allen anderen Klassen 100 Kugeln auf 2 oder mehr Bahnen gespielt. Allerdings wird auf Bohlebahnen nur in die Vollen gespielt, d.h. die gesamte Anzahl der Würfe gehen auf das volle Kegelbild. Als Besonderheit beim Kegeln auf dieser Bahnart ist jedoch ein Gassenwechsel nach jeweils 25 Wurf vorgeschrieben. Die Kugel muß hierbei jeweils in die linke Gasse zwischen die Kegel 1 und 2 oder in die rechte Gasse, Kegel 1 und 3, gespielt werden. Wird der falsche Gassenkegel durch unmittelbare Kugeleinwirkung zu Fall gebracht, wird die Kugel als Nullwurf gewertet.
Scherenbahn: Die Kugelzahl im Meisterschaftsspielbereich ist 120. Es kann jedoch auf 2 oder 4 Bahnen gespielt werden. Das Kegeln auf Scherenbahnen vereint das Spiel in die Vollen und das Abräumen mit der Gassenzwangvorschrift. Auf der ersten Bahn werden beispielsweise die ersten 15 Wurf in die linke Gasse in die Vollen gespielt. Die nächsten 15 Wurf werden nach Gassenwechsel abgeräumt, wobei die jeweilige 1. Kugel (auf das volle Kegelbild) in die rechte Gasse gespielt werden muß. Auf einer Zwei-Bahnenanlage werden dann die nächsten 30 Wurf mit 15 in die Vollen und 15 Abräumen auf die jeweils anderen Gassen gespielt. Der oder die nachfolgenden Würfe müssen die verbleibenden Kegel abräumen. Als Besonderheit ist zu bemerken, daß bereits ein neues volles Kegelbild aufgestellt wird, wenn allein der Kegel Nr. 5 (sog. König) stehengeblieben ist. Die Kugeln 61 – 120 werden dann auf der zweiten Bahn im umgekehrten Rhythmus, d.h. 15 Wurf in die Vollen in die rechte Gasse und 15 Wurf Abräumen in die linke Gasse, 15 Wurf linke Gasse in die Vollen und 15 rechte Gasse Abräumen gespielt.
Beim Spiel über 4 Bahnen werden pro Bahn 15 Wurf in die Vollen und 15 Wurf Abräumen mit dem jeweiligen Gassenwechsel gespielt.
Bowlingbahn: Ein Bowlingspiel besteht aus 10 Versuchen, die 10 Pins des Kegelstandes mit einem Wurf zu Fall zu bringen. Bleiben ein Pin oder mehrere Pins stehen, hat der Spieler jeweils einen zweiten Wurf, mit dem er die stehengebliebenen Pins abräumen kann. Je nach Art des Wettkampfes beträgt die Anzahl der Spiele zwischen 3 und 8.
Im Gegensatz zu den Bahnarten Asphalt, Bohle und Schere, in denen das Spielergebnis durch Addition der gefallenen Kegel errechnet wird, wird beim Bowling nach einem Prämiensystem gewertet. Werden alle 10 Pins im ersten Wurf zu Fall gebracht, d.h. ein sogenannter Strike erzielt, werden dem Spieler diese 10 Punkte sowie die Anzahl der in den nächsten beiden Würfen getroffenen Pins als Prämie gutgeschrieben.
Werden die 10 Pins mit zwei Würfen zu Fall gebracht, d.h. ein sogenannter Spare erzielt, wird dem Spieler neben den 10 Punkten die Anzahl der im nächsten Wurf erzielten Pins als Prämie gutgeschrieben. Sollten auch mit zwei Würfen die 10 Pins nicht zu Fall gebracht werden, wird dem Spieler allein die erzielte Pinzahl gutgeschrieben.
Spielarten: Das Kegeln/Bowling wird in Einzel-, Paar-, Trio- (nur Bowling) und Mannschaftswettbewerben durchgeführt. Die Mannschaftsstärke der aktiven Klassen auf Asphalt-, Bohle- und Scherenbahnen beträgt bei den Damen und Herren 6. Senioren- und Jugendklassen haben zum Teil geringere Mannschaftsstärken. Auf Bowlingbahnen wird der Mannschaftswettbewerb bei den Herren mit 5 Spielern, bei den Damen mit 4 Spielerinnen durchgeführt. Für alle Mannschaften ist ein/e Auswechselspieler/in gestattet.
Spielkleidung: Die Teilnahme an DKB-Veranstaltungen ist nur in Sportbekleidung erlaubt (Kegler- bzw. Bowlingschuhwerk).
Mannschaften müssen grundsätzlich einheitlich gekleidet sein, wobei die farbliche Gestaltung keinen Vorschriften unterliegt. Einheitliche Sportbekleidung wird auch dann angenommen, wenn bei gleicher Farbe kurze oder lange Hosen bzw. kurze Hosen oder Röcke getragen werden.
Quellen: Deutscher Keglerbund (DKB) und G. Goldhammer

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